Gemeinde Vogt

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Maibaum setzen 2009 Fanfarenzug
 

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Ausflug in die Geschichte der Gemeinde

Herbststimmung

Die ältesten Spuren menschlichen Wirkens auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Vogt sind ein Mahlstein und ein Steinbeil aus er Jungsteinzeit (5.000 - 2.000 v. Chr.), die in den dreißiger Jahren in Rohrmoos gefunden wurden.

Aus der späten Bronzezeit um 900 v. Chr. stammen Keramikscherben aus einem Torfstich in Abraham.

Kelten - Römer - Alamannen

Bergsicht Heissen

Ursprünglich siedelte hier der Keltenstamm der Vindelizier; um die Zeitenwende kam unsere Gegend unter römische Herrschaft.

Die so genannte "Schanz", eine Erhebung im Wald nordwestlich von Vogt, könnte auf eine keltische Besiedlung hindeuten.

In west-östlicher Richtung führte eine Römerstraße über unser Gemeindegebiet, deren Lauf auch das heutige Wegenetz zum Teil noch folgt.

Im 3. Jahrhundert wurden die Römer von den Alemannen überrannt, die sich auch in Oberschwaben niederließen.

Erste urkundliche Erwähnung

Bergsicht Heissen bei Tag

Mit der Unterwerfung der Alemannen durch die Franken 496 bekam auch Oberschwaben neue Herren.

In ihrem Gefolge verbreiteten Missionare wie der heilige Gallus das Christentum.

Unter den Franken gehörte das Gebiet der heutigen Gemeinde dem Argengau an, der späteren Grafschaft Altdorf (heute Weingarten), die das Geschlecht der Welfen innehatte.

Aus jener Zeit stammt wahrscheinlich auch die erste urkundliche Erwähnung eines Teilorts der heutigen Gemeinde.

Der Hof Schachen wird 834 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen als "Birseachin" genannt.

Den Welfen folgte als Herren in Oberschwaben die Staufer.

Nach deren grausamen Ende und dem folgenden Interregnum fasste König Rudolf I. von Habsburg die alten staufischen Besitzungen zur Reichslandvogtei Schwaben zusammen, die sich nach einigen Verpfändungen ab 1486 ununterbrochen in österreichischer Hand befand.

Die Landvogtei war in mehrere Ämter unterteilt, denen jeweils als Vollzugsbeamter des Landvogts ein Amann vorstand.

Unser Gemeindegebiet gehörte zum Amt Boschen - dort stand die Zehntscheuer, wo die Abgaben der Bauern gelagert wurden.

Herrschaftsgebiete

Wald im Herbst

Die Landvogtei war jedoch nicht der einzige Landesherr in unserem Gemeindegebiet.

Ein großer Teil der heutigen Gemeinde gehörte zur Herrschaft der Reichsabtei Weingarten, ein weiterer war den Truchsessen, späteren Grafen und Fürsten von Waldburg untertan.

Auch das Herrschaftsgebiet des Klosters Weingarten war in Ämter unterteilt - seine Besitzungen in unserem Gemeindegebiet waren im Amt Karsee zusammen- gefasst.

Karsee war lange Zeit der politische wie kirchliche Mittelpunkt des jetzigen Gemeindegebietes, bis im letzten Jahrhundert allmählich Vogt an seine Stelle trat.

1952 wurde Karsee und die umliegenden Wohnplätze aus der Gemeinde Vogt losgelöst und eine eigene Gemeinde Karsee geschaffen, die freilich zwanzig Jahre später ihre Eigenständigkeit wieder an die Große Kreisstadt Wangen verlor.

Durch die extreme Kleinstaaterei des Alten Reiches in Oberschwaben überschnitten sich die Kompetenzen der einzelnen Herrschaften natürlich vielfach, was ein äußerst kompliziertes Bild ergab: Hochgericht, Niedergericht, Grundherrschaft, Leibherrschaft etc. waren oft unter verschiedenen Herren aufgeteilt.

So gehörte die heutige Allgäu-Apotheke, die Keimzelle der Ortschaft Vogt, 1453 erstmals als Hof "vor dem waldt" erwähnt, grundherrlich zum Karmeliterkloster in Ravensburg.

Der Ortsname "Vogt", der vermutlich auf die Zugehörigkeit zur Landvogtei verweist, ist seit dem späten 17. Jahrhundert belegt.

Eine Sonderausstellung nahm zudem das Rittergut Mosisgreut ein, seit 1690 im Besitz der Familie Werner von Kreit.

Politisches Zentrum der Gemeinde

Straßenszene Hengenen

Im Zuge der Neuordnung Deutschlands durch Napoleon wurde Oberschwaben zwischen 1803 und 1810 unter Baden, Bayern und Württemberg aufgeteilt . unser Raum fiel dem letzteren zu.

1826 wurde die Gemeinde Vogt geschaffen und 10 Jahre später das Schultheißenamt von Boschen in das neu erbaute Schul- und Rathaus verlegt.

Somit war Vogt politisches Zentrum der Gemeinde.

Pfarreien

Kapelle Friedhof

Um das Jahr 1500 herum wurde bei dem Karmeliterhof "vorm Wald" an der Stelle der heutigen Kirche eine Kapelle zur heiligen Anna, der Mutter Marias, errichtet.

Eine eigene Pfarrei gab es freilich noch nicht.

Unsere Gegend war unter die Pfarreien Karsee, Amtzell, Bodnegg, Waldburg, Grünkraut und sogar Altdorf aufgeteilt.

1777 wurde eine Kaplaneistelle in Vogt eingerichtet, dazu die Kapelle vergrößert und ein Wohnhaus für den Geistlichen, das heutige katholische Gemeindehaus, gebaut.

Eine eigene Pfarrei wurde Vogt schließlich im Jahre 1808.

Da die alte Kirche den neuen Ansprüchen nicht mehr genügte, wurde 1833 bis 1837 ein Neubau errichtet.

Mit der Eingliederung Vogts in das Königreich Württemberg ließen sich zunehmend auch Protestanten in unserer ehemals rein katholischen Gemeinde nieder, was 1901 die Errichtung einer evangelischen Kirche nach sich zog.

Rapides Wachstum

Alufabrik

Die Verlegung des kirchlichen und politischen Zentrums nach Vogt zog ein rapides Wachstum der Ortschaft nach sich.

Zählte der Pfarrweiler Vogt 1836 noch 11 Einwohner, so waren es 70 Jahre später bereits achtmal so viel.

Die Entwicklung vom Bauerndorf zur Industriegemeinde fand ihren Höhepunkt in den 50er Jahren mit der Gründung der Firma BUG Alutechnik.

So wurden durch die Entwicklung der Ortschaft Vogt zu einem neuen Zentrum in den vergangenen 25 Jahren die Voraussetzungen geschaffen, die für das Bild der heutigen Gemeinde ausschlaggebend sind.

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